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Gemüse ist was für Puppenkinder

Heute folgen wir dem Aufruf zur Blogparade „Nein mein Gemüse ess ich nicht“ vom Mama Blog „von Herzen und Bunt.“

Die kinderfreundliche Frage lautet: Wird Gemüse überbewertet oder was spricht eigentlich gegen Gemüse?

Die Tochter liebt jedes Gemüse, solange es in der Puppenküche bleibt. Manche Gemüsesorten sind auch zu hinterhältig, vorne noch süß und im Abgang vielleicht bitter. Der Kinderarzt Renz-Polster erklärt das Essverhalten unserer Kinder evolutionär. Süßes und fettes Essen ist nicht giftig und sichert das Überleben, bitterer Geschmack verspricht dies nicht. Kluge, lebensbejahende Kinder!

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Was brauchen Kinder zum gesund sein?

Wir Eltern fühlen uns verantwortlich für die Gesundheit unserer Kinder und ein Teil davon ist gesunde Ernährung. Was zählt noch dazu? Aus Erwachsenenperspektive Schlaf, Bewegung, emotionale Gesundheit und soziale Beziehungen. Aus Kindersicht Spiel, Spiel, Spiel und Spiel. Kinder erleben im Spiel alle Gefühle: Sie freuen sich und haben Spaß, ärgern sich, sind traurig oder haben Angst. Sie spielen allein oder in Beziehung zu anderen und sind geistig oder körperlich in Bewegung. So halten sie sich selbst gesund. Für den Rest Gesundheit, wie gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf, sind wir Eltern zuständig. Denn in den Augen der Kinder ist beides überflüssig. Wer schläft oder isst, spielt gerade nicht. Wie können wir als Eltern Gemüse auf den Tisch bringen?

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Gemüse zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Formen

  • Ein Gemüse finden, was grundsätzlich geht, wenn auch nicht immer: Wir verbringen manchmal Tomatenabende, aber erleben auch Tomatenabstinenz über Tage hinweg.
  • Dankbare Tomatensauce: In der Tomatensauce ein wenig grünes Gemüse, wie Brokkoli mit pürieren. Ob das für die Gesundheit der Kinder nötig ist, weiß ich nicht, aber es beruhigt das gesundheitsbewusste (Mama)herz.
  • Unauffällige Spuren: Geraspelte Karotten im Reis fallen kaum als Gemüse auf und stört die Geschmacksnerven nicht zu sehr.
  • Pizzasauce: In der Tomatensauce sorgt eine rote Spitzpaprika für einen leicht süßlichen Geschmack.
  • Eine Frage der Definition: Kartoffeln sind auch Gemüse.
  • Kartoffelsuppe mit Beilage: Blumenkohl, Kürbis, Knollensellerie, Karotte, Lauch…werden mit püriert. Die Tochter braucht dann noch ganze Kartoffelstückchen dazu, sonst ist das alles zu sehr Suppe.
  • Kartoffelpuffer mit etwas Gemüse: Geriebene Kartoffeln mit gedünstetem, pürierten Gemüse als Puffer in der Pfanne anbraten.
  • Selbst gemachte Pommes: Geschälte Kartoffeln in Stifte mit Öl einpinseln und ab in den Ofen. Mutige probieren Süßkartoffeln oder Kürbis.

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Ob und wann unser Kind mehr und mehr Gemüse isst, liegt nicht nur in der Hand der Eltern. Wir haben einen einfachen, aber nicht leichten Job: Wir bieten Gemüse in verschiedenen Formen an, ohne zu erwarten, dass es tatsächlich gegessen wird. Wir leben vor, dass uns auch Gemüse schmeckt, ohne zu erwarten, dass es unserem Kind schmeckt.

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Dann passiert vielleicht das, womit wir nicht rechnen. Mein Experiment: Ich esse oft neben der Tochter eine Karotte. Tatsächlich riskiert sie hin und wieder einen Bissen. Sie hat schließlich erfahren, dass ich die Mahlzeit jedes Mal überlebt habe. Kann ich jetzt Karotte jeden Tag anbieten? Natürlich nicht.

Dafür wird jeden Tag ausgiebig gespielt und damit hält sich mein Kind selbst gesund.

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2 thoughts on “Gemüse ist was für Puppenkinder”

  1. Ich erinner mich noch recht genau, dass ich als Kind nur Spinat essen wollte und damit alle in den Wahnsinn getrieben hab 😉 Das Neffekind zB isst nur Obst das rosa ist. Mit Gemüse kann man ihn nach wie vor eher jagen.
    Aber das wird schon werden.
    Liebe Grüße Ela

  2. Spinat? Dazu fällt mir der Comic mit Popeye ein, der vor Kinderaugen büchsenweise Spinat gegessen hat 🙂
    Rosa Obst? Dann ist Dein Neffe startklar für eine exotische Fernreise.
    Wer absolut kein Obst oder Gemüse probieren mag, kann auch zweimal riechen statt zu probieren. Vielleicht verführt das Riechspiel dann irgendwann zum probieren…

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